"Du darfst nicht mitspielen!" - Inklusion in jedem Fall?!?: Wie kindliche Moralentwicklung das Freundschaftsverhalten beeinflusst
Inhalt/ Beschreibung
Familie sucht man sich nicht aus, seine Freunde schon… – so könnte man zwei landläufige Aussprüche miteinander verbinden und so gelten beide (bedingt[1]) von Beginn der menschlichen Entwicklung an. In diesem Seminar befassen wir uns vor allem mit dem zweiten Teil der Phrase, wobei der Einfluss der Familie, genauer gesagt das Wirken von Mutter und Vater in ihrem jeweiligen Bindungsverhalten auf die Entwicklung von Freundschaften theoretisch zugrunde gelegt wird. Welche wesentliche Rolle die Moralentwicklung und die Herausbildung der Persönlichkeit spielen, wird inhärent thematisiert.
Nach der gedanklichen Auseinandersetzung mit den Inhalten des Seminars wünsche ich Ihnen die Erkenntnis, dass „Du darfst nicht mitspielen!“ eine aussagekräftige Möglichkeit darstellt, reflektiert oder/ und emotional, Abgrenzung zu moralischem Verhalten zu signalisieren, das mit dem eigenen nicht vereinbar ist. Zumindest aber unterstützt „Du darfst nicht mitspielen!“ die Absicht, seine(n) Spielkameraden/ Freund(e) frei zu wählen (bzw. allein zu spielen). Inwiefern eine Definition von Inklusion, die besagt, dass alle Menschen überall mitmachen dürfen und dabei sein können,[2] im Rahmen des Seminarthemas vertretbar ist, wird zu diskutieren sein.
[1] Misst man der Bio-Chemie des Menschen einflussnehmende Wirkung zu, entsteht der Eindruck, gerade enge Beziehungen wie Freundschaften unterliegen einem bestimmten Automatismus.
[2] „Inklusion bedeutet, dass jeder Mensch ganz natürlich dazu gehört. Oder anders: Inklusion ist, wenn alle mitmachen dürfen. Egal wie du aussiehst, welche Sprache du sprichst oder ob du eine Behinderung hast. Zum Beispiel: Kinder mit und ohne Behinderung lernen zusammen in der Schule. Wenn jeder Mensch überall dabei sein kann, am Arbeitsplatz, beim Wohnen oder in der Freizeit: Das ist Inklusion.“ (Aktion Mensch 2025) https://www.aktion-mensch.de/dafuer-stehen-wir/was-ist-inklusion (Zugriff am 02.01.2026, 14:47 Uhr)
Inhaltliche Schwerpunkte:
- frühkindliche Bindungserfahrungen und deren Einfluss auf persönliche (kindliche) Beziehungen
- Entwicklungspsychologie 1: Persönlichkeits- und Selbstentwicklung
- Entwicklungspsychologie 2: kognitive und emotionale Moralentwicklung, Moralentwicklung in Beziehung
- eine Definition von "Freundschaft"
- 2 Freundschaftskonzepte im Vergleich
Lernziele
...werden noch bekannt gegeben.
